Japandi ist gewissermaßen das neue Wabi-Sabi, das die Schönheit des Unvollkommenen zelebriert. Wie bei Wabi-Sabi liegt der Fokus bei Japandi auf natürlichen, minimalistischen Looks – das neue nordische Element bringt dabei typisch skandinavische Formen und Texturen ein.
1. Japandi-Einrichtungsstil: Minimalistisch und gemütlich
Beim Japandi, einer Verschmelzung von Skandi- und japanischem Design, wird die Einrichtung eines Raumes auf das Wesentliche reduziert, um eine moderne und klare Ästhetik zu schaffen. Das Möbeldesign ist schlicht und funktional und verbindet die Prinzipien beider Stile harmonisch miteinander. Gleichzeitig sorgt die Verwendung natürlicher Materialien für eine warme und behagliche Atmosphäre.
Das Wichtigste beim Styling und Einrichten eines Raumes im Japandi-Stil ist Ordnung. Räumen Sie also Ihr Zuhause auf, um eine frische, neue Leinwand für Ihren modernen Japandi-Look zu schaffen.
Japandi konzentriert sich zu 100 % auf die Funktion jedes Möbelstücks oder Accessoires. Jedes Teil hat seinen festen Platz und eine definierte Aufgabe. Es gibt keinen Bedarf für schöne, aber unnötige Dekoration. Stattdessen sind ausgewählte Möbelstücke gleichzeitig Statement-Pieces und Accessoires.
In diesem Sinne wendet sich Japandi vom unreflektierten Konsum und dem Horten von Dingen ab. Japandi bedeutet, bereit zu sein, in besondere Stücke zu investieren und die Wertschätzung für individuelle Möbel zu zelebrieren.
Typische Japandi-Formen sind klar und schlicht. Die Möbel sind eher filigran und niedrig, was die japanische Philosophie der Zurückhaltung und Erdung zum Ausdruck bringt.
Wenn Sie im Japandi-Stil dekorieren möchten, müssen Sie Accessoires und Dekoration reduzieren. Wählen Sie Stücke aus Glas oder Keramik, ergänzen Sie ein Wandbild mit einem schlichten, abstrakten Motiv oder dekorieren Sie einfach mit Pflanzen, um lebendige, grüne Akzente zu setzen. Erfahren Sie in unserem kommenden Artikel, wie Sie Ihre Möbel für ein harmonisches Japandi-Schlafzimmer anordnen.



2. Typische Japandi-Farben
Die Farbpalette von Japandi variiert zwischen hellen, kühlen skandinavischen Tönen und natürlichen, warmen japanischen Farben. Neutrale Nuancen von Braun, Beige, Grau oder Creme bilden oft die Basis; Details in Schwarz oder Anthrazit sorgen für einen dynamischen Look und zusätzliche Tiefe.
Wer mehr „echte“ Farben hinzufügen möchte, kann zu kühler Minze, hellem Blau oder Rosa greifen. Diese lassen sich wunderbar mit dezenten Erdtönen und natürlichen Materialien kombinieren, um den typischen Japandi-Vibe zu bewahren.
Die Magie liegt darin, die Farben richtig auszubalancieren, um das minimalistische Gesamtbild des Raumes zu erhalten.



3. Pflanzen im Japandi-Stil
Ein Aspekt, um die Naturverbundenheit des Japandi-Stils auszudrücken, ist es, das Draußen nach drinnen zu holen. Nichts einfacher als das: Wenn Sie Pflanzen nach dem Zen-Prinzip „Weniger ist mehr“ in Ihr Zuhause integrieren, setzen Sie gleichzeitig einen lebendigen Akzent und bringen Farbe ins Spiel. Manchmal reicht eine einzige Pflanze aus, um einen Raum zu schmücken. Besonders hohe Pflanzen mit schlicht geformten Blättern eignen sich perfekt, um grüne Highlights zu setzen.
Neben der Pflanze sollte auch der Übertopf mit Bedacht gewählt werden: Ein handgefertigtes Stück aus Steingut oder natürlichem Bambus passt perfekt zum Japandi-Look.
Alternativ können Sie einzelne Eukalyptus- oder Monstera-Blätter in schlichten Glasvasen arrangieren und so eine beeindruckende und dezente Dekoration schaffen.



4. Natürliche Materialien für echtes Japandi-Flair
Der Japandi-Stil setzt auf die natürliche Schönheit und Unvollkommenheit handgefertigter Accessoires und Dekorationsobjekte.
Die Möbel sind hochwertig und aus natürlichen Materialien wie Holz gefertigt. Das Japandi-Interior-Design zeichnet sich durch die Kombination von typisch hellen skandinavischen Hölzern mit traditionellen japanischen Materialien wie dunklem Holz, Bambus, Steingut und Papier aus.
Natürliche, strukturierte Textilien wie Wolle und Leinen sorgen für mehr Gemütlichkeit und Wärme.
Übrigens: Japandi-Liebhaber investieren lieber einmal in ein besonderes Einrichtungsstück, an dem sie lange Freude haben.



5. Die Kunst des Mix & Match
Der Trick beim Japandi-Interior-Design besteht darin, die richtige Balance für einen ruhigen, minimalistischen und schlichten Look zu finden, der sich dennoch warm und gemütlich anfühlt.
Am besten gelingt eine ausgewogene Atmosphäre, indem man Statement-Pieces mit Massivholzmöbeln und urbanen Einrichtungsgegenständen kombiniert.
Verwenden Sie natürliche Materialien wie Steingut, Kork, Leinen, Filz und Wolle, um Gemütlichkeit zu erzeugen. Kombinieren Sie Möbel unterschiedlicher Höhe, bevorzugen Sie dabei jedoch eher niedrige Modelle.
Eine schlichte Zeichnung an der Wand und eine schöne Pflanze runden den Look ab. Entdecken Sie die Schönheit der Schlichtheit in unserem kommenden Beitrag über die Gestaltung eines atemberaubenden Japandi-Wohnzimmers.



Um Ihr persönliches Wohnambiente zu schaffen, lohnt es sich, verschiedene Einrichtungsstile genauer zu betrachten und dabei Ihre eigenen Vorlieben zu entdecken.



