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April 18, 2021

Showroom-Design: Produkte in Szene setzen, Schweizer 600-Lux-Regel beachten

Planen Sie einen Showroom mit flexiblen Zonen, inszenierten Produktpräsentationen und abgestufter Beleuchtung, während Sie gleichzeitig die Schweizer Richtlinien zu Beleuchtung und Ergonomie am Arbeitsplatz berücksichtigen.

Ein Showroom funktioniert am besten als inszenierte, flexible Umgebung, die eine klare Kundenführung, eine differenzierte Beleuchtung und gesetzeskonforme Arbeitsplätze in Einklang bringt. Orientieren Sie sich bei Beleuchtung und Ergonomie an den ArGV- und SECO-Richtlinien sowie an der Forschung der ZHdK dazu, wie Licht, Farbe und Oberfläche die Wahrnehmung beeinflussen. Wenn Sie das Konzept nicht alleine erarbeiten möchten, unterstützen wir von Upscale Interiors Sie gerne dabei.

Kurz gefasst:

  • Nutzen Sie einen ruhigen „White Cube“ für skulpturale Produkte, gestalten Sie aber Lifestyle-Vignetten für Stücke, die sich Kunden in ihrem eigenen Zuhause vorstellen sollen.
  • Verwenden Sie modulare Podeste, bewegliche Wandpaneele und standardisierte Befestigungspunkte. Testen Sie die Laufwege mit Bodenmarkierungsband, bevor Sie Einbauten bestellen oder mit dem Bau beginnen.
  • Für permanente Arbeitsplätze ohne Tageslicht sollten Sie eine Beleuchtung von 5300 bis 6500 K bei 600 Lux oder einen Pausenbereich mit Tageslicht vorsehen und dabei Blendung vermeiden.
  • Dimmbare Beleuchtung sowie Präsenz- oder Tageslichtsensoren können die Energiekosten für die Beleuchtung um mindestens 30 % senken. Kombinieren Sie diese daher mit einer getrennten Grund- und Akzentbeleuchtung.
  • Platzieren Sie Kassenbildschirme nicht in der Nähe von Fenstern oder Strahlern, sorgen Sie für ausreichend Bewegungsfreiheit zur Vermeidung von Zwangshaltungen, rotieren Sie Aufgabenbereiche und halten Sie den CO2-Gehalt am Arbeitsplatz unter 1.000 ppm.

Upscale Interiors

Gestalten Sie einen Showroom, der Besucher leitet

Upscale Interiors entwirft maßgeschneiderte gewerbliche Räume. Unser Leistungsspektrum umfasst Raumplanung, Materialauswahl, Möbeleinkauf und Projektmanagement.

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Wie verwandeln Sie ein Showroom-Konzept in Zonen und Vignetten?

Beginnen Sie mit der Wahl der Bühne. Ein „White Cube“-Ansatz mit ruhigen Wänden und wenigen Requisiten eignet sich für Produkte, die für sich selbst sprechen, wie etwa skulpturale Möbel oder Leuchten. Lifestyle-Vignetten eignen sich für Stücke, die sich Kunden zu Hause vorstellen müssen: Ein Sofa mit Teppich, Lampe und Beistelltisch erzählt eine Geschichte, die ein nacktes Podest nicht vermitteln kann. Die Forschung der ZHdK betrachtet den Showroom als Bühne für die Markenidentität und empfiehlt ein flexibles räumliches Design, das saisonale Veränderungen zulässt, ohne den Markencharakter zu verwässern.

Die meisten Showrooms benötigen die gleichen grundlegenden Zonen:

  • Fenster und Eingangsbereich: der erste Eindruck und das Versprechen dessen, was den Besucher im Inneren erwartet.
  • Hero-Zone: ein oder zwei Signature-Pieces, die direkt in der Hauptsichtlinie platziert sind.
  • Verkaufsflächen: der Bereich, in dem Menschen vergleichen, berühren und verweilen.
  • Demo-Bereich: eine Bank oder ein Tisch, an dem Produkte nicht nur bewundert, sondern ausprobiert werden.
  • Personal- und Back-Office-Bereich: Lager, Verpackung und ein Rückzugsort, die nicht im Blickfeld liegen.

Um die Bühne flexibel zu halten, sollten modulare Sockel, bewegliche Wandpaneele und standardisierte Befestigungspunkte verwendet werden. Ein Showroom, der an einem Nachmittag umgestaltet werden kann, bleibt ohne Umbau frisch. Wenn Sie sehen möchten, wie das Schaufenster selbst Erwartungen prägt, beschreibt diese Studie zu Schaufenstern es als transparente, multifunktionale Schnittstelle zwischen Stadt und Innenraum.

Wie verändern Licht und Farbe die Wahrnehmung der Kunden?

Denken Sie in zwei Ebenen. Die Grundbeleuchtung sorgt für eine gleichmäßige, angenehme Ausleuchtung des Raumes. Akzentbeleuchtung hebt anschließend Produkte, Texturen und Highlights hervor. Die Schweizer Richtlinien zur Ladenbeleuchtung betonen die Trennung von Grund- und Akzentlicht und den Einsatz gezielter Steuerungen wie Schalter und Sensoren. In der Praxis bedeutet das: Stromschienen oder Einbaustrahler für Akzente, verstellbare Pendelleuchten über Tischen und eine ruhige, blendfreie Grundbeleuchtung.

Wo Mitarbeiter in Räumen ohne Tageslicht arbeiten, gehen die Schweizer Vorschriften weiter. Wie ein Leitfaden zu den ArGV-Anforderungen erläutert, benötigen ständige Arbeitsplätze ohne Tageslicht kompensatorische Beleuchtung: tageslichtähnliches Licht von 5300–6500 K und mindestens 600 Lux am Arbeitsplatz oder einen Pausenbereich mit Tageslicht.

Die Farblichtforschung der ZHdK stellt fest, dass die Kontrolle von Oberflächenreflexion und Blendung genauso wichtig ist wie die Helligkeit, weshalb mehr Lumen selten die Lösung sind.

  • Wählen Sie matte Blenden und abgeschirmte Strahler, um helle Lichtpunkte aus den Sichtlinien fernzuhalten.
  • Überprüfen Sie die Ausrichtung der Strahler, damit das Licht auf das Produkt fällt und nicht auf Bildschirme oder glänzende Böden.
  • Testen Sie die Farbtemperatur anhand Ihrer tatsächlichen Materialien, da warmes und kühles Licht Holz, Stoff und Stein unterschiedlich wirken lässt.
  • Installieren Sie Dimmfunktionen sowie Präsenz- oder Tageslichtsensoren: Schweizer Richtlinien zeigen, dass eine bedarfsgerechte Beleuchtung die Energiekosten um mindestens 30 Prozent senken kann.

Wie sollten Layout und Laufwege die Kunden leiten und das Personal schützen?

Ein guter Weg fühlt sich natürlich an. Kunden sollten schon beim Betreten etwas sehen, das ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht, und der Weg durch den Laden sollte das Sortiment erschließen, ohne dass Schilder den Weg lautstark vorgeben müssen. Testen Sie das Konzept kostengünstig, bevor Sie sich für eine feste Einrichtung entscheiden:

  1. Geben Sie dem Eingangsbereich einen Blickfang und platzieren Sie Ihre Highlights entlang dieser Sichtachse.
  2. Halten Sie die Gänge so breit, dass zwei Personen bequem aneinander vorbeikommen, und nutzen Sie Orientierungshilfen wie Bodenmarkierungen oder eine rhythmische Beleuchtung.
  3. Platzieren Sie die Kasse oder den Servicebereich so, dass das Personal den Eingang und die Verkaufsfläche im Blick hat, und achten Sie darauf, dass Bildschirme nicht direkt gegenüber von Fenstern oder Strahlern stehen.
  4. Achten Sie auf Ergonomie und Körperhaltung: Die SECO- Richtlinien für Kassenarbeitsplätze behandeln Layout, Sichtachsen sowie Arbeitsabläufe und empfehlen Maßnahmen wie Tandem-Kassen und ausreichend Arbeitsfläche, um Zwangshaltungen zu vermeiden.
  5. Skizzieren Sie den Plan mit Klebeband auf dem Boden, gehen Sie ihn mit Kollegen ab und verschieben Sie Elemente, bevor Sie etwas bestellen.

Welche Präsentationsformen helfen dabei, Produkte zu entdecken?

Jedes Format erfüllt einen bestimmten Zweck – wählen Sie also danach aus, was das Produkt vermitteln soll.

  • Sockel: isolieren ein einzelnes Stück und verleihen ihm Präsenz – ideal für besondere Highlights.
  • Tische: ermöglichen es Kunden, kleinere Artikel in die Hand zu nehmen und direkt miteinander zu vergleichen.
  • Wandregale: präsentieren das Sortiment effizient und halten die Bodenfläche für die Laufwege frei.
  • Modulare Regalsysteme: passen sich neuen Kollektionen an und ermöglichen schnelle Umgestaltungen.

Skalierung, Wiederholung und Freiraum erledigen den Rest. Ein übergroßes Objekt, umgeben von ruhiger Fläche, wirkt bedeutend; eine wiederholte Serie wirkt wie eine Kollektion. Integrieren Sie Interaktion dort, wo sie sinnvoll ist: Musterschubladen für Oberflächen, eine Demobank für praktische Tests, klare Beschriftungen und einen dezenten QR-Code, der Spezifikationen öffnet, ohne die Präsentation zu überladen. Wenn Ihr Sortiment maßgefertigte Tischlerarbeiten umfasst, können Schnellmontage-Türsysteme, wie sie in diesem Partnerartikel über Designer-Handelsprogrammebeschrieben werden, nützliche Ideen für die Präsentation maßgeschneiderter Produkte bieten.

Was bedeuten die Schweizer Vorschriften für das Showroom-Personal?

Wenn ein Teil Ihres Showrooms über permanente Arbeitsplätze ohne Tageslicht verfügt, sollten Sie Ausgleichsmaßnahmen wie tageslichtähnliche künstliche Beleuchtung und Pausenräume mit Tageslicht in Betracht ziehen. Prüfen Sie die offiziellen Richtlinien auf geltende Anforderungen. Das SECO betrachtet Licht, Raumklima und Belüftung ebenfalls als zentrale Faktoren für das Wohlbefinden, mit einem CO2-Zielwert unter 1.000 ppm und besonderem Augenmerk auf den Luftaustausch.

Denken Sie auch an die Menschen hinter dem Tresen:

  • Stellen Sie die Höhe von Kassen und Demostationen so ein, dass Bücken oder Überstrecken vermieden werden.
  • Bieten Sie Sitzgelegenheiten und Anti-Ermüdungsmatten dort an, wo Mitarbeiter lange stehen müssen.
  • Ordnen Sie die Stationen so an, dass sich wiederholende Bewegungen aufgeteilt und nicht einseitig konzentriert werden.
  • Lassen Sie das Personal zwischen Kassen-, Verkaufsflächen- und Demotätigkeiten rotieren.
  • Platzieren Sie Pausenbereiche in Bereichen mit Tageslicht und ziehen Sie bei schwierigen Raumverhältnissen einen Lichtspezialisten hinzu.

Welche Materialien und Oberflächen unterstützen das Konzept?

Die Oberflächen entscheiden darüber, ob Ihr Lichtkonzept funktioniert. Hochglanzoberflächen reflektieren Blendungen und verfälschen Farben, während feine matte Texturen die Produkte klar erkennbar lassen. Wählen Sie Böden, Sockelleisten und Fronten für die tatsächliche Beanspruchung aus: Strapazierfähige, reparierbare Oberflächen überstehen jahrelang den Kontakt mit Einkaufswagen und Taschen. Bevorzugen Sie nachhaltige Materialien wie verantwortungsvoll beschafftes Holz oder Recyclingmaterialien und kombinieren Sie diese mit energieeffizienten Ausstattungsoptionen, damit die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer des Showrooms niedrig bleiben.

  • Verwenden Sie matte oder seidenmatte Oberflächen in der Nähe von Strahlern.
  • Wählen Sie Bodenbeläge, die starker Beanspruchung standhalten und leicht zu reinigen sind.
  • Wählen Sie Fronten für Einrichtungsgegenstände, die ausgebessert statt ausgetauscht werden können.

Wie sieht der Plan vom Briefing bis zum Eröffnungstag aus?

Klären Sie vor dem Design das Briefing, das Budget und die regulatorischen Rahmenbedingungen und entscheiden Sie, ob Sie einen Lichtplaner, einen Ergonomieexperten oder einen Innenarchitekten benötigen.

  1. Konzeptskizzen zur Festlegung von Zonen, Themen und der Hauptwegeführung.
  2. Visualisierung oder ein maßstabsgetreues Modell zur Überprüfung der Sichtachsen.
  3. Technische Planung für Beleuchtung, Innenausbau und Versorgungstechnik.
  4. Innenausbau mit vor Ort freigegebenen Mustern.
  5. Ein Soft Opening, um echtes Feedback einzuholen.
  6. Anpassungen bei Beleuchtung, Warenpräsentation und Personaleinsatz.

Messen Sie nach der Eröffnung die Kundenfrequenz, optimieren Sie Licht und Displays und erstellen Sie einen Dienstplan, der das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördert.

Profi-Tipp: Fotografieren Sie den Showroom bei Ladenöffnung und erneut bei Ladenschluss: Durch den wechselnden Lichteinfall werden oft Blendeffekte sichtbar, die mittags übersehen wurden.

Wie gehen wir an Showroom-Briefings heran?

Unser Team vereint Architektur und Innenarchitektur. Daher betrachten wir Inszenierung, Beleuchtung und Projektmanagement als eine einzige Aufgabe statt als drei getrennte Übergaben. Für eine schnelle Auffrischung eines einzelnen Bereichs kann ein schrittweiser DIY-Ansatz funktionieren. Sobald jedoch Beleuchtung, Arbeitsplatzrichtlinien und ein kompletter Innenausbau involviert sind, spart ein professionelles Briefing Zeit und sichert die Einhaltung von Vorschriften. Sie können unser Stil-Quiz nutzen, um Ihre Richtung zu finden, oder ein erstes Beratungsgespräch buchen, um alles in Ruhe zu besprechen.

Was ist am wichtigsten und was wird überbewertet?

Herkömmliche Ratschläge zielen oft nur auf den Effekt ab: größere Statement-Pieces, helleres Licht, mehr Requisiten. Wir sind der Meinung, dass die Fakten für das Gegenteil sprechen.

What matters most, and what is overrated? — overview diagram

Überbewertet: Helligkeit um ihrer selbst willen und starre, einmalige Kulissen, die nicht verändert werden können. Unterbewertet: Mitarbeiterkomfort. Ein müdes, durch Blendung belastetes Team verkauft schlechter, und die Schweizer Richtlinien machen dies sowohl zu einer rechtlichen als auch zu einer menschlichen Angelegenheit.

Priorisieren Sie in dieser Reihenfolge: die Wegeführung, die Beleuchtungsebenen und dann die Highlight-Objekte. Planen Sie von Anfang an Flexibilität ein und testen Sie alles mit Klebeband und einer Leiter, bevor Sie sich festlegen.

— Giorgia D'Amico

Wie können wir Sie bei Ihrem Showroom unterstützen?

Wir bieten ein Einzelbereich-Paket für eine gezielte Auffrischung sowie unsere gewerblichen Innenarchitekturleistungen für komplette Showroom- und Ladeneinrichtungen. In einem ersten Gespräch klären wir Ihr Briefing und erwecken es anschließend mit 3D-Visualisierungen und integriertem Projektmanagement zum Leben. Buchen Sie Ihr Beratungsgespräch über unsere Leistungsseite.

FAQ

Was genau ist ein Showroom?

Ein Showroom ist ein Raum, in dem Produkte ausgestellt werden, damit Kunden sie vor dem Kauf ansehen, anfassen und vergleichen können. Er fungiert sowohl als Verkaufsfläche als auch als Bühne für die Markenidentität, daher sind Layout und Präsentation genauso wichtig wie die Produkte selbst.

Wie schreibt man Showroom?

Im Englischen schreibt man es als ein Wort: "showroom". Im Deutschen wird der Begriff ebenfalls als ein Wort geschrieben, "Showroom", und das Thema wird häufig unter dem Suchbegriff "Showroom Gestaltung" gesucht.

Wie hell sollte die Beleuchtung im Showroom sein?

Für Arbeitsplätze ohne Tageslicht schreiben Schweizer Richtlinien mindestens 600 Lux am Arbeitsplatz vor. Darüber hinaus sollten Sie Grund- und Akzentbeleuchtung kombinieren und Blendung vermeiden, anstatt die Helligkeit einfach nur zu erhöhen.

Wie kann ein Showroom Energie bei der Beleuchtung sparen?

Nutzen Sie dimmbare Beleuchtung mit Präsenz- und Tageslichtsensoren. Schweizer Richtlinien besagen, dass eine bedarfsgerechte Beleuchtung die Energiekosten für Licht um mindestens 30 Prozent senken kann.

Wie hält man einen Showroom flexibel?

Verwenden Sie modulare Sockel, bewegliche Wände und standardisierte Befestigungspunkte, damit Zonen schnell umgestaltet werden können. So können Sie Themen oder Saisons wechseln, ohne den Raum komplett umbauen zu müssen.

Quellen

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April 18, 2021
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