Beginnen Sie mit einer kurzen akustischen Bestandsaufnahme, setzen Sie gezielte Absorber ein, um die Schweizer A/V-Zielwerte zu erreichen, und betrachten Sie Schallmaskierung oder Akustikkabinen als letzte Maßnahme, nicht als erste Lösung. Das ist das Rezept. So setzen Sie es um.
Ihr sofortiger Maßnahmenplan:
- Messen Sie den Hintergrundlärm (Leq in dB(A)) an ein bis drei Arbeitsplätzen während der üblichen Arbeitszeit und notieren Sie das Ergebnis.
- Schätzen Sie die Nachhallzeit (RT60) mit einer Smartphone-App oder einem einfachen Klatschtest als ersten Indikator.
- Berechnen oder schätzen Sie Ihr A/V-Verhältnis (äquivalente Absorptionsfläche geteilt durch Raumvolumen) und vergleichen Sie es mit dem Schweizer Zielwert von ≥ 0,25 m⁻¹ bei einer Raumhöhe ≤ 2,5 m.
- Diese Woche: Legen Sie einen Teppich oder einen weichen Bodenbelag in der lautesten Zone aus und installieren Sie stoffbespannte Trennwände zwischen den Schreibtischen.
- Verlegen Sie laute Geräte (Drucker, Kaffeemaschinen) in einen separaten Raum oder eine Nische.
Profi-Tipp: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf hohe Frequenzen. Dünne Schaumstoffplatten absorbieren zwar Höhen gut, lassen aber mittlere und tiefe Frequenzen unberührt – genau dort, wo die Probleme mit der Sprachverständlichkeit liegen. Streben Sie ein ausgewogenes Absorptionsprofil im Bereich von 250 Hz bis 2 kHz an.
Das Wichtigste auf einen Blick
Gute Büroakustik in der Schweiz ist ein messbares und erreichbares Ziel, wenn Sie der richtigen Reihenfolge folgen: erst analysieren, dann strategisch absorbieren und schließlich datenbasiert verifizieren.
Warum ist Büroakustik für Ihren Arbeitsplatz in Zürich wichtig?
Eine schlechte Raumakustik kostet Sie mehr als nur Konzentration. Ein halliges, lautes Büro erhöht das Stresshormonniveau, steigert die Fehlerquote und treibt die Krankheitsrate in die Höhe – Folgen, die sich in Ihren Quartalszahlen niederschlagen, lange bevor sich jemand beschwert. Die SECO-Wegleitung zur Verordnung 3 (ArGV 3) macht dies zu einer gesetzlichen Verpflichtung, nicht nur zu einer Frage des Komforts: Schweizer Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter vor gesundheitsschädlichem Lärm schützen und tätigkeitsbezogene Richtwerte für ständige Arbeitsplätze einhalten.
Die praktischen Konsequenzen, wenn man dies ignoriert, sind real:
- Kognitive Aufgaben, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordern, leiden am stärksten unter halligen Umgebungen mit hohem Leq-Wert.
- Großraumbüros ohne akustische Maßnahmen treiben den Hintergrundlärm weit über den Richtwert von Leq ≤ 55 dB(A) für Büroarbeit hinaus.
- Mitarbeiter in lauten Büros berichten von höherer Erschöpfung und geringerer Arbeitszufriedenheit, was die Fluktuation erhöht.
Gutes Bürodesign für mehr Produktivität betrachtet Akustik als Kernelement und nicht als nachträgliche Ergänzung. Wenn Sie den Raum richtig behandeln, ist der Unterschied sofort spürbar und messbar.
Welche Schweizer Normen und Zielwerte gelten für Ihr Büro?
Die Schweizer Büroakustik stützt sich auf drei gleichwertige Planungskriterien, die alle von der Suva dokumentiert sind. Sie müssen nur eines davon erfüllen, aber das Verständnis aller drei hilft Ihnen bei der Wahl des richtigen Messansatzes.
Die drei Zielvarianten sind:
- A/V-Verhältnis: Äquivalente Absorptionsfläche (A, in m²) geteilt durch das Raumvolumen (V, in m³). Für Großraumbüros (Gruppe 3) mit einer Raumhöhe ≤ 2,5 m liegt der Schweizer Zielwert bei A/V ≥ 0,25 m⁻¹. Für höhere Räume gilt eine logarithmische Formel.
- RT60-Bänder: Empfohlene Nachhallzeitbereiche pro Oktavband. Für typische Büroräume liegen die RT60-Zielwerte je nach Raumvolumen und Nutzung im Bereich von 0,4–0,8 s.
- DL2: Pegelabnahme pro Abstandsverdopplung, mit einem Zielwert von DL2 ≥ 4 dB für Großraumbüros, um die Schallausbreitung zu begrenzen.
Ein wichtiges Detail: Personen zählen bei regulatorischen Berechnungen nicht zur äquivalenten Absorptionsfläche. Planen Sie Ihre Absorber für den leeren Raum.
Standards und Richtlinien für Ihren Schreibtisch:
- SIA 181 (Schallschutz im Hochbau): Die Schweizer Norm für Bauakustik, die Anforderungen an den Schallschutz und die Raumakustik regelt.
- SN EN ISO 3382-3: Das Messverfahren für die Raumakustik in Großraumbüros, das zur Verifizierung dient.
- SECO Wegleitung zur ArGV 3: Legt Leq,1h-Grenzwerte fest (z. B. ≤ 55 dB(A) für Büroarbeit) und nutzt das A/V-Verhältnis als Planungsgröße.
- DGUV Information 215-443: Ein praxisorientierter Leitfaden, der auch in der Schweiz häufig für die Platzierung von Absorbern und Zonierungsheuristiken herangezogen wird.
Wie führen Sie selbst ein schnelles akustisches Audit durch?
Bevor Sie auch nur einen Franken in Produkte investieren, sollten Sie eine Stunde damit verbringen, den Ist-Zustand zu erfassen. Eine akustische Planung muss mit der Identifizierung der dominierenden Lärmquelle und der akustischen Signatur des Raums beginnen – also Volumen, Anteil harter Oberflächen und Belegungsdichte –, bevor Absorber spezifiziert werden.
Schritt-für-Schritt-Audit:
- Gehen Sie durch den Raum und notieren Sie alle harten Oberflächen: Sichtbetondecken, Glastrennwände, Fliesenböden, große Fensterflächen.
- Identifizieren und lokalisieren Sie dominierende Lärmquellen: Lüftungsauslässe, Drucker, Kaffeemaschinen, stark frequentierte Flure, Telefonzonen.
- Messen Sie den Hintergrund-Leq an ein bis drei repräsentativen Arbeitsplätzen während der üblichen Arbeitszeiten mit einem kalibrierten Schallpegelmesser oder einer zuverlässigen Smartphone-App (z. B. NIOSH SLM).
- Erstellen Sie eine grobe RT60-Schätzung: Klatschen Sie einmal laut in die Hände nahe der Raummitte und hören Sie auf den Nachhall, oder nutzen Sie eine RT60-Mess-App mit einem Impulsgeber.
- Berechnen Sie Ihr A/V-Verhältnis: Messen Sie das Raumvolumen (Länge × Breite × Höhe) und schätzen Sie die gesamte Absorptionsfläche anhand der Oberflächenmaterialien und vorhandener weicher Einrichtungsgegenstände.
- Dokumentieren Sie alles: Raummaße, Deckenhöhe, dominierende Oberflächen, Personenanzahl, Standorte der Geräte und den Status der Lüftung (an/aus).
Checkliste für Ihre Aufzeichnungen:
- Raumvolumen (m³) und Deckenhöhe (m)
- Oberflächenmaterialien und ungefähre Flächen (hart vs. weich)
- Hintergrund-Leq an jedem Messpunkt (dB(A))
- Geschätzte oder gemessene RT60 (Sekunden)
- Berechnetes A/V-Verhältnis im Vergleich zum Zielwert (≥ 0,25 m⁻¹)
- Standorte und Arten der dominierenden Lärmquellen
Profi-Tipp: Messen Sie zweimal: einmal in einer ruhigen Phase und einmal bei voller Belegung. Die Differenz zwischen diesen beiden Werten zeigt Ihnen, wie stark sich der akustische Charakter des Raums durch die Anwesenheit von Personen verändert, was Ihre Absorptionsstrategie maßgeblich beeinflusst.
Für Räume mit mehr als sechs Arbeitsplätzen, komplexer Geometrie oder vermuteten Problemen bei der Schallübertragung im Gebäude liefert ein zertifizierter Akustikingenieur nach ISO 3382-3 belastbare und genehmigungsfähige Daten.
Welche schnellen Maßnahmen können Sie diese Woche umsetzen?
Nicht jedes akustische Problem erfordert eine umfassende Sanierung. Mehrere kostengünstige Maßnahmen führen innerhalb weniger Tage zu einer spürbaren Verbesserung und sind ein kluger erster Schritt, während Sie einen langfristigen Plan entwickeln.
Schnelle, unkomplizierte Lösungen:
- Teppiche und weiche Bodenbeläge: Ein großflächiger Teppich unter einer Arbeitsplatzgruppe absorbiert mittlere und hohe Frequenzen auf Bodenebene, wo ein Großteil der reflektierten Energie verläuft. Selbst eine moderate Abdeckung sorgt für einen spürbaren Unterschied beim Nachhall.
- Schreibtisch-Trennwände aus Stoff: Freistehende oder aufsteckbare Stoffpaneele zwischen den Arbeitsplätzen reduzieren die direkte Sprachübertragung zwischen Nachbarn ohne bauliche Maßnahmen. Achten Sie auf Paneele mit einem αw-Wert (bewerteter Schallabsorptionsgrad) von 0,7 oder höher.
- Akustikbilder und Stoff-Pinnwände: Diese dienen sowohl als Dekoration als auch als Absorber. An kahlen Wänden montiert, brechen sie glatte, reflektierende Flächen auf, ohne klinisch zu wirken.
- Lärmintensive Geräte verlagern: Das Verschieben eines Druckers oder einer Kaffeemaschine in eine Nische oder einen separaten Raum kann den Umgebungs-Leq an nahegelegenen Schreibtischen um mehrere dB(A) senken – ganz ohne Produktkosten.
- Leise Peripheriegeräte: Mechanische Tastaturen und laute Telefone sind oft unterschätzte Lärmquellen. Der Umstieg auf geräuscharme Alternativen kostet wenig und reduziert die Lärmspitzen, die die Konzentration stören.
- Ausgewiesene Telefonzonen: Eine einfache Regel im Grundriss – Telefonate finden nur in einem definierten Bereich oder einer Telefonzelle statt – eliminiert die störendste Lärmquelle in Großraumbüros ohne physische Eingriffe.
Verhaltensregeln mit sofortiger Wirkung:
- Legen Sie eine klare Meeting-Etikette fest: Telefonate, die länger als zwei Minuten dauern, werden in eine Telefonzone oder einen Besprechungsraum verlagert.
- Etablieren Sie Lautstärkenormen für Gemeinschaftsbereiche und hängen Sie diese gut sichtbar aus.
- Planen Sie lärmintensive Aufgaben (große Druckaufträge, Team-Calls) in festgelegten Zeitfenstern.
Diese Maßnahmen reichen aus, wenn Ihr A/V-Verhältnis nur leicht unter dem Zielwert liegt und die RT60 nur geringfügig zu lang ist. Wenn Ihr Leq jedoch konstant über 55 dB(A) liegt oder Ihr A/V-Verhältnis deutlich unter 0,25 m⁻¹ fällt, sind diese schnellen Lösungen nur ein Provisorium, keine dauerhafte Lösung.
Welche technischen Lösungen eignen sich für verschiedene Bürotypen am besten?
Zu den praktischen Lösungen für Büros gehören Akustikdecken, Wandpaneele, mobile Raumtrenner, Akustikvorhänge sowie Telefon- oder Besprechungsboxen, wobei die richtige Wahl von Ihrer Raumgeometrie und der dominierenden Lärmart abhängt.
Lösungskategorien und deren Einsatzgebiete:
- Deckensegel und Schallabsorber: Die wirkungsvollste Einzelmaßnahme für Räume mit harten Decken. Deckenmontierte Paneele adressieren den dominanten Reflexionspfad in den meisten Büros und wirken im mittleren und hohen Frequenzbereich. Ideal für Großraumbüros mit Deckenhöhen über 2,8 m.
- Wandabsorber und Akustikbilder: Effektiv zur Reduzierung von Flatterechos und späten Reflexionen. Decken Sie mindestens 20–30 % der Wandfläche ab, um eine signifikante Nachhallzeitverkürzung (RT60) zu erzielen. Paneele aus PET-Filz bieten eine nachhaltige, designorientierte Lösung, die sich gut in hochwertige Inneneinrichtungen integrieren lässt.
- Tischaufsätze und freistehende Trennwände: Reduzieren die direkte Sprachübertragung zwischen Arbeitsplätzen. Am effektivsten für die Sprachprivatsphäre, weniger für die Nachhallkontrolle. Wählen Sie Trennwände mit Stoff- oder Schaumstoffoberflächen, keine harten Kunststoffe.
- Freistehende Raumteiler: Nützlich für akustische Zonierung ohne bauliche Maßnahmen, besonders in offenen Grundrissen. Stoffbespannte Trennwände mit schwerem Kern bieten sowohl Absorption als auch eine teilweise Abschirmung.
- Akustikvorhänge: Besonders effektiv bei fassadenbedingtem Lärm und großen Glasflächen. Schwere, dichte Vorhänge können den durch Fenster eindringenden Straßenlärm spürbar reduzieren.
- Telefon- und Meetingboxen: Das richtige Werkzeug für Sprachisolierung, nicht für die Nachhallkontrolle. Nutzen Sie diese für vertrauliche Gespräche und konzentriertes Arbeiten, nicht als Ersatz für die akustische Behandlung des Hauptraums.
Absorber reduzieren den Nachhall und senken den Umgebungslärmpegel. Barrieren und Trennwände verringern die direkte Schallübertragung zwischen Zonen. Boxen sorgen für Isolation. Ein gut durchdachtes Büro-Akustikkonzept nutzt alle drei Ebenen nacheinander: erst absorbieren, dann Barrieren hinzufügen und dort isolieren, wo es nötig ist. Wer die Absorptionsschicht überspringt und direkt auf Boxen setzt, lässt den Hauptraum hallig und für alle, die nicht in einer Box sitzen, stressig.
Installationshinweise:
- Deckenabsorber benötigen für eine gute Tieftonleistung einen Luftspalt von mindestens 200 mm dahinter.
- Wandpaneele sollten auf mehrere Wände verteilt und nicht auf einer Fläche gebündelt werden.
- Lassen Sie Lüftungsschlitze um Deckensegel frei, um Konflikte mit der HLK-Anlage zu vermeiden.
- Fordern Sie von Anbietern immer gemessene αw-Werte oder Absorptionskoeffizienten (pro Oktavband) an, nicht nur einen einzelnen Kennwert.
Profi-Tipp: Sound Masking kann in manchen Großraumbüros helfen, aber Schweizer Experten raten dazu, den Pegel bei etwa 40 dB(A) zu halten und keinesfalls über 45 dB(A) zu gehen. Oberhalb dieser Schwelle trägt das Masking eher zum Lärmstress bei, anstatt ihn zu reduzieren. Physische Akustikmaßnahmen liefern nachhaltigere Ergebnisse.
Wie läuft ein typisches Akustikprojekt in Zürich ab?
Eine gut geplante akustische Nachrüstung folgt einer klaren Abfolge. Die Kenntnis der einzelnen Phasen hilft Ihnen dabei, Zeit und Budget realistisch zu planen.
Projektphasen:
- Standortanalyse: Vor-Ort-Messung (Leq, RT60, A/V-Berechnung), Kartierung der Lärmquellen und Dokumentation der vorhandenen Oberflächen.
- Konzeptentwurf: Materialauswahl, Produktspezifikation mit αw-Daten, Anordnung von Absorbern und Barrieren sowie eine vorläufige A/V-Berechnung zur Prognose der Zielerreichung.
- Akustische Simulation oder Berechnung: Bei größeren Räumen bestätigt eine BIM/CAD-integrierte Akustiksimulation das Konzept vor der Beschaffung. Professionelle Dienstleister orientieren sich hierbei an den Normen SIA 181 und EN ISO 3382.
- Beschaffung und Montage: Koordinierte Lieferung und Montage, in der Regel durch spezialisierte Fachbetriebe für Deckensysteme und Schreiner für integrierte Lösungen.
- Überprüfung nach der Installation: Wiederholung der Messungen, um sicherzustellen, dass die A/V-, RT60- und Leq-Ziele erreicht wurden. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar – nur so lässt sich der Erfolg der Investition bestätigen.
Zeitplan:
- Kleine Nachrüstung (Quick-Fix-Set, bis zu 10 Arbeitsplätze): 2–4 Wochen von der Analyse bis zur Überprüfung.
- Projekt mit modularen Trennwänden und Wandabsorbern (10–30 Arbeitsplätze): 4–8 Wochen.
- Vollständige Nachrüstung von abgehängten Decken oder kompletter Ausbau (ab 30 Arbeitsplätzen): 10–20 Wochen, inklusive eventuell erforderlicher Planungsgenehmigungen.
Tipps für die Beschaffung:
- Fordern Sie immer gemessene Absorptionskoeffizienten pro Oktavband an, nicht nur einen einzelnen αw-Wert.
- Fragen Sie nach Referenzobjekten vor Ort, die Sie vor der Entscheidung besichtigen können.
- Verlangen Sie eine Messung nach der Installation als vertraglich vereinbarte Leistung.
- Stellen Sie sicher, dass Personen in der A/V-Berechnung der Konformitätsdokumentation nicht berücksichtigt sind.
Welche Fehler machen die meisten Büros bei der Akustikplanung?
Der teuerste Akustikfehler ist der Kauf von Produkten, bevor das Problem verstanden wurde. Schweizer Akustikplaner betonen stets, dass ein systematischer Ansatz unerlässlich ist: Identifizieren Sie die Hauptlärmquelle und planen Sie Absorber und Barrieren entsprechend.
Häufige Fehler und ihre Folgen:
- Nur dekorative Paneele: Dünne, kleine Paneele, die nur aus optischen Gründen angebracht werden, erzielen selten eine nennenswerte A/V-Verbesserung. Die Abdeckungsfläche und die Platzierung sind weitaus wichtiger als die reine Ästhetik.
- Nur Behandlung hoher Frequenzen: Schaumstofffliesen und dünne Stoffpaneele absorbieren zwar hohe Töne gut, lassen aber die Reflexionen im mittleren Bereich unberührt. Probleme bei der Sprachverständlichkeit liegen jedoch im Bereich von 500 Hz bis 2 kHz.
- Keine Vorher-/Nachher-Messung: Ohne Basisdaten und Messungen nach der Installation können Sie die Konformität nicht bestätigen oder die Ausgaben gegenüber der Geschäftsleitung rechtfertigen.
- Nur Wandabsorber bei dominierenden Deckenreflexionen: In den meisten Büros ist die Decke die primäre Reflexionsfläche. Nur die Wände zu behandeln, während die harte Decke unberührt bleibt, führt zu marginalen Ergebnissen.
- Ignorieren von HLK- und Übertragungswegen: Ein gut behandelter Raum versagt dennoch, wenn der Lüftungskanal Lärm aus angrenzenden Räumen überträgt oder die Fassade Straßenlärm durchlässt. Diese Pfade müssen separat bewertet werden.
- Übermäßiges Vertrauen auf Sound Masking: Ein zu hoch eingestelltes Masking erhöht den Stress, anstatt ihn zu senken. Es ist eine Ergänzung zur physischen Behandlung, kein Ersatz.
Profi-Tipp: Gehen Sie immer von einer Analyse der dominierenden Lärmquellen aus, nicht von einem Produktkatalog. Überprüfen Sie das Ergebnis anschließend mit einer Messung nach der Installation. Ein Raum, der sich leiser anfühlt, ist nicht zwangsläufig normkonform – und ein Raum, der auf dem Papier konform ist, ist nicht immer komfortabel. Sie brauchen beides.
Wann sollten Sie einen Akustikberater oder Innenarchitekten hinzuziehen?
Manche Akustikprobleme lassen sich problemlos in Eigenregie lösen. Andere erfordern professionelle Messungen, Simulationen und Dokumentationen. So erkennen Sie den Unterschied.
Wann Sie einen Profi hinzuziehen sollten:
- Ihr Büro verfügt über mehr als sechs feste Arbeitsplätze.
- Schnelle Lösungen haben Ihren Leq- oder RT60-Wert nicht in den Zielbereich gebracht.
- Sie vermuten, dass Lärm aus angrenzenden Räumen, technischen Anlagen oder über die Fassade eindringt.
- Das Projekt ist an eine Baugenehmigung, Mietverhandlungen oder ein Compliance-Audit gebunden.
- Sie benötigen bei Bedarf eine dokumentierte A/V-Berechnung oder einen Messbericht nach ISO 3382-3.
Was Sie von einer professionellen Zusammenarbeit erwarten können:
- Ein schriftlicher Messbericht (Leq, RT60, A/V) unter Verwendung kalibrierter Geräte und ISO/SN EN-Methoden.
- A/V-Berechnungen oder RT60-Simulationen, die die voraussichtliche Konformität vor der Installation belegen.
- Produktempfehlungen mit gemessenen αw-Daten pro Oktavband.
- BIM- oder CAD-Dokumentation zur Integration in den gesamten Innenausbau.
- Verifizierungsmessungen nach der Installation zur Bestätigung der Konformität.
Akustikbüros in der Schweiz wie BAKUS bieten das volle Spektrum: SIA 181-Konformitätsprüfungen, raumakustische Simulationen sowie RT- und Schalldämmungsmessungen vor Ort.
Was in Ihre Ausschreibung (RFQ) gehört:
- Erfahrung mit SIA 181 und SN EN ISO 3382-3 (fragen Sie nach Beispielberichten).
- Namentliche Referenzen von vergleichbaren Büroprojekten in der Schweiz.
- Leistungsumfang: Audit, Konzept, Simulation, Installationsüberwachung und Nachmessung.
- Liste der Liefergegenstände: Messberichte, A/V-Berechnung, Produktspezifikationen mit αw-Daten und Konformitätserklärung.
Die Perspektive von Upscale Interiors auf Akustikdesign
Der häufigste Fehler, den wir in Zürcher Büros sehen, ist nicht die falsche Produktwahl. Es ist die Behandlung der Akustik als technisches Problem, das getrennt vom Design gelöst wird. Wenn Akustikmaßnahmen erst nach dem Ausbau hinzugefügt werden, enden Sie mit Schaumstoffplatten, die sich mit dem Interieur beißen, Deckenabsorbern, die das Lichtkonzept stören, und Trennwänden, die Sichtachsen blockieren, die niemand blockiert haben wollte.
Der bessere Ansatz ist es, die akustische Leistung von Anfang an in das Material- und Raumkonzept zu integrieren. Wenn Sie eine Deckenverkleidung festlegen, bestimmen Sie auch die Nachhallzeit. Wenn Sie einen Bodenbelag wählen, wählen Sie einen Absorptionskoeffizienten. Wenn Sie ein Zonenlayout planen, entwerfen Sie einen Schallausbreitungspfad. Jede Materialentscheidung ist eine akustische Entscheidung, ob Sie sie so behandeln oder nicht.
Wenn Sie das Thema gezielt angehen, verstärken sich das akustische und das ästhetische Ergebnis gegenseitig. Abgehängte Akustikelemente werden zum Designmerkmal. Wandpaneele aus PET-Filz in einem warmen Terrakotta-Ton absorbieren mittlere Frequenzen und verankern die Farbpalette. Ein stoffbespannter Raumteiler schafft eine Ruhezone und definiert eine räumliche Hierarchie. Der Raum wirkt durchdacht, nicht korrigiert.
Der Messschritt ist ebenso wichtig. Ein schöner Raum, der das A/V-Ziel verfehlt, bleibt ein Compliance-Risiko. Ein konformer Raum, der sich hart und klinisch anfühlt, ist ein Risiko für die Mitarbeiterbindung. Das Ziel ist beides: verifiziert, dokumentiert und reproduzierbar.
Akustik-Designservices von Upscale Interiors für Zürcher Büros
Upscale Interiors liefert messbare akustische Ergebnisse, ohne die Qualität Ihres Arbeitsplatzes zu opfern. Für Zürcher Büros deckt der Service den gesamten Projektzyklus ab: Akustik-Audit vor Ort, materialorientiertes Designkonzept, koordinierte Beschaffung und Installation sowie Verifizierungsmessungen nach der Montage. Jedes Produkt wird mit gemessenen αw-Daten spezifiziert, jedes Layout wird anhand Schweizer A/V-Ziele berechnet und jedes Projekt schließt mit einer dokumentierten Konformitätsprüfung ab.
Der Unterschied zu einem reinen Akustikunternehmen besteht darin, dass das akustische Briefing und das Interior-Design-Briefing als Einheit behandelt werden. Ihre Deckenabsorber, Wandpaneele und Raumteiler werden sowohl nach ihrer Leistung als auch nach ihrer optischen Wirkung in Ihrem Raum ausgewählt – bezogen aus einem Netzwerk von über 150 europäischen Herstellern.
Bereit, Ihr Zürcher Büro zu einem Ort zu machen, an dem Ihr Team wirklich konzentriert arbeiten kann? Entdecken Sie die Interior-Design-Services von Upscale Interiors oder buchen Sie ein Gespräch, um Ihr Akustik-Briefing direkt zu besprechen.
Quellen
Dies sind die wichtigsten Referenzen für die akustische Konformität und praktische Umsetzung in Schweizer Büros:
- Akustikbauer – Raumakustik & Schallschutzlösungen für Unternehmen
- BAKUS Bauphysik & Akustik AG
- Schallschutz: Büro und Arbeitsbereiche akustisch aufwerten — Akustikform
- Hilfen für die akustische Gestaltung von Büros
Empfohlen
- Interior Design Zürich | Designers d’intérieur suisses — Upscale Interiors
- Innenarchitektur Montreux | Upscale Interiors
- Luxuriöse Wohnzimmer-Designideen für anspruchsvolle Zuhause | Upscale Interiors



