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July 19, 2020

Büroakustik in Zürich: Ihr praktischer Leitfaden für die Gestaltung

Verbessern Sie die Büroakustik in Zürich mit unserem Praxisleitfaden. Erhalten Sie konkrete Tipps, um die Klangqualität zu optimieren und die Produktivität noch heute zu steigern!

Beginnen Sie mit einer kurzen akustischen Bestandsaufnahme, setzen Sie gezielte Absorber ein, um die Schweizer A/V-Zielwerte zu erreichen, und betrachten Sie Maskierungssysteme oder Akustikkabinen als letzte Maßnahme, nicht als erste Lösung. Das ist der richtige Weg. So setzen Sie ihn um.

Ihr Sofortmaßnahmenplan:

  • Messen Sie den Hintergrundlärm (Leq in dB(A)) an ein bis drei Arbeitsplätzen während der üblichen Arbeitszeiten und notieren Sie das Ergebnis.
  • Schätzen Sie die Nachhallzeit (RT60) mit einer Smartphone-App oder einem einfachen Klatschtest als ersten Anhaltspunkt.
  • Berechnen oder schätzen Sie Ihr A/V-Verhältnis (äquivalente Absorptionsfläche geteilt durch Raumvolumen) und vergleichen Sie es mit dem Schweizer Zielwert von ≥ 0,25 m⁻¹ für Räume mit einer Deckenhöhe ≤ 2,5 m.
  • Diese Woche: Legen Sie einen Teppich oder einen weichen Bodenbelag in den lautesten Bereich und installieren Sie stoffbespannte Trennwände zwischen den Schreibtischen.
  • Verlegen Sie laute Geräte (Drucker, Kaffeemaschinen) in einen separaten Raum oder eine Nische.

Profi-Tipp: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf hohe Frequenzen. Dünne Schaumstoffplatten absorbieren zwar die Höhen gut, lassen aber die Reflexionen im Mittel- und Tieftonbereich unberührt – genau dort, wo Probleme mit der Sprachverständlichkeit entstehen. Streben Sie ein ausgewogenes Absorptionsprofil im Bereich von 250 Hz bis 2 kHz an.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Gute Büroakustik in der Schweiz ist ein messbares und erreichbares Ziel, wenn Sie der richtigen Reihenfolge folgen: erst analysieren, dann strategisch absorbieren und schließlich datenbasiert überprüfen.

PunktDetails
Messen vor dem KaufErfassen Sie den Hintergrund-Leq und schätzen Sie die RT60, bevor Sie Produkte auswählen.
Schweizer A/V-ZielwertStreben Sie gemäß Schweizer Richtlinien ein A/V ≥ 0,25 m⁻¹ für Räume mit einer Deckenhöhe ≤ 2,5 m an.
Decke zuerst absorbierenAbgehängte Akustikelemente unterbrechen den primären Reflexionsweg in den meisten Großraumbüros.
Überprüfung nach der MontageRT60- und Leq-Messungen nach der Installation bestätigen die Einhaltung der Ziele und sichern Ihre Investition.
Upscale InteriorsBietet akustische Gesamtkonzepte von der Analyse bis zur Abnahme für Zürcher Büros – mit Fokus auf Leistung und erstklassigem Design.

Warum ist die Büroakustik für Ihren Arbeitsplatz in Zürich so wichtig?

Eine schlechte Raumakustik kostet Sie mehr als nur Konzentration. Ein halliges, lautes Büro erhöht den Stresshormonspiegel, steigert die Fehlerquote und lässt die Krankheitsrate in die Höhe schnellen – Folgen, die sich in Ihren Quartalszahlen niederschlagen, lange bevor sich jemand beschwert. Die SECO-Wegleitung zur Verordnung 3 (ArGV 3) macht dies zu einer gesetzlichen Pflicht und nicht nur zu einer Frage des Komforts: Schweizer Arbeitgeber müssen ihre Angestellten vor gesundheitsschädlichem Lärm schützen und die tätigkeitsbezogenen Richtwerte für ständige Arbeitsplätze einhalten.

Die praktischen Konsequenzen, wenn man dies ignoriert, sind gravierend:

  • Kognitive Aufgaben, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordern, leiden am stärksten unter einer halligen Umgebung mit hohem Dauerschallpegel.
  • Großraumbüros ohne akustische Maßnahmen treiben den Hintergrundlärm weit über den Richtwert von Leq ≤ 55 dB(A) für Büroarbeit hinaus.
  • Mitarbeiter in lauten Büros berichten von höherer Erschöpfung und geringerer Arbeitszufriedenheit, was die Fluktuation fördert.

Gutes Bürodesign für Produktivität betrachtet Akustik als Kernelement und nicht als nachträgliche Ergänzung. Wenn Sie den Raum richtig optimieren, ist der Unterschied sofort spürbar und messbar.

Welche Schweizer Normen und Zielwerte gelten für Ihr Büro?

Die Schweizer Arbeitsplatzakustik stützt sich auf drei gleichwertige Planungskriterien, die alle von der Suva dokumentiert sind. Sie müssen nur eines davon erfüllen, aber das Verständnis aller drei hilft Ihnen bei der Wahl des richtigen Messansatzes.

Die drei Zielvarianten sind:

  • A/V-Verhältnis: Äquivalente Absorptionsfläche (A, in m²) geteilt durch das Raumvolumen (V, in m³). Für Großraumbüros (Gruppe 3) mit einer Raumhöhe von ≤ 2,5 m liegt der Schweizer Zielwert bei A/V ≥ 0,25 m⁻¹. Bei höheren Räumen wird eine logarithmische Formel angewendet.
  • RT60-Bänder: Empfohlene Nachhallzeitbereiche pro Oktavband. Für typische Büroräume liegen die RT60-Zielwerte je nach Raumvolumen und Nutzung im Bereich von 0,4–0,8 s.
  • DL2: Pegelabnahme bei Abstandsverdopplung, mit einem Zielwert von DL2 ≥ 4 dB für Großraumbüros, um die Schallausbreitung von Sprache zu begrenzen.

Ein wichtiger Hinweis: Personen werden bei behördlichen Berechnungen nicht als Teil der äquivalenten Absorptionsfläche gezählt. Planen Sie Ihre Absorber für den leeren Raum.

Normen und Richtlinien für Ihren Schreibtisch:

  • SIA 181 (Schallschutz im Hochbau): die Schweizer Norm für Bauakustik, die Anforderungen an den Schallschutz und die Raumakustik festlegt.
  • SN EN ISO 3382-3: das Messverfahren für die Raumakustik in Grossraumbüros, das zur Überprüfung dient.
  • SECO Wegleitung zur ArGV 3: legt Grenzwerte für den Leq,1h fest (z. B. ≤ 55 dB(A) für Büroarbeit) und verwendet das A/V-Verhältnis als Planungsgrösse.
  • DGUV Information 215-443: ein praxisorientierter Leitfaden in deutscher Sprache, der in der Schweizer Praxis häufig für die Platzierung von Absorbern und Zonierungsheuristiken herangezogen wird.
ZielmethodeTypischer Wert für BürosAnwendung
A/V-Verhältnis≥ 0,25 m⁻¹ (Deckenhöhe ≤ 2,5 m)Planung und Einhaltung von Auflagen
RT60empfohlener Nachhallzeitbereich je nach RaumvolumenÜberprüfung nach der Installation
DL2≥ 4 dB pro AbstandsverdopplungÜberprüfung der Sprachprivatsphäre im Grossraumbüro
Leq,1hempfohlener Zielwert für den Hintergrundgeräuschpegel bei BüroarbeitLaufende Überwachung

Wie führen Sie selbst ein schnelles akustisches Audit durch?

Bevor Sie auch nur einen Franken in Produkte investieren, sollten Sie sich eine Stunde Zeit nehmen, um den Ist-Zustand zu erfassen. Eine gute akustische Planung beginnt damit, die Hauptlärmquellen und die akustische Signatur des Raums – Volumen, Anteil harter Oberflächen und Belegungsdichte – zu identifizieren, bevor Absorber spezifiziert werden.

Schritt-für-Schritt-Kurzaudit:

  1. Gehen Sie durch den Raum und notieren Sie alle harten Oberflächen: Sichtbetondecken, Glastrennwände, Fliesenböden, grosse Fensterfronten.
  2. Identifizieren und lokalisieren Sie die Hauptlärmquellen: Lüftungsauslässe, Drucker, Kaffeemaschinen, stark frequentierte Korridore, Telefonzonen.
  3. Messen Sie den Hintergrund-Leq an ein bis drei repräsentativen Arbeitsplätzen mit einem kalibrierten Schallpegelmesser oder einer zuverlässigen Smartphone-App (z. B. NIOSH SLM) während der üblichen Arbeitszeiten.
  4. Führen Sie eine grobe RT60-Schätzung durch: Klatschen Sie einmal scharf in die Hände nahe der Raummitte und achten Sie auf das Abklingen, oder verwenden Sie eine RT60-Mess-App mit einem Impulsgeber.
  5. Berechnen Sie Ihr A/V-Verhältnis: Messen Sie das Raumvolumen (Länge × Breite × Höhe) und schätzen Sie die gesamte Absorptionsfläche anhand der Oberflächenmaterialien und vorhandener weicher Einrichtungsgegenstände.
  6. Dokumentieren Sie alles: Raumabmessungen, Deckenhöhe, dominante Oberflächen, Anzahl der Personen, Standorte der Geräte und den Status der Lüftung (ein/aus).

Checkliste für die Erfassung:

  • Raumvolumen (m³) und Deckenhöhe (m)
  • Oberflächenmaterialien und ungefähre Flächen (hart vs. weich)
  • Hintergrundpegel Leq an jedem Messpunkt (dB(A))
  • Geschätzte oder gemessene Nachhallzeit RT60 (Sekunden)
  • Berechnetes A/V-Verhältnis im Vergleich zum Zielwert (≥ 0,25 m⁻¹)
  • Standorte und Arten dominanter Lärmquellen

Profi-Tipp: Messen Sie zweimal: einmal während einer ruhigen Phase und einmal bei voller Auslastung. Die Differenz zwischen diesen beiden Werten zeigt Ihnen, wie stark sich die akustischen Eigenschaften des Raums durch die Anwesenheit von Personen verändern, was wiederum Ihre Strategie zur Schallabsorption bestimmt.

Für Räume mit mehr als sechs Arbeitsplätzen, komplexer Geometrie oder vermuteten Problemen bei der Schallübertragung im Gebäude liefert ein zertifizierter Akustikingenieur nach ISO 3382-3 belastbare und genehmigungsfähige Daten.

Welche schnellen Lösungen können Sie diese Woche umsetzen?

Nicht jedes akustische Problem erfordert eine umfassende Sanierung. Mehrere kostengünstige Maßnahmen sorgen innerhalb weniger Tage für eine spürbare Verbesserung und sind ein kluger erster Schritt, während Sie einen langfristigen Plan entwickeln.

Schnelle, unkomplizierte Lösungen:

  • Teppiche und weiche Bodenbeläge: Ein großflächiger Teppich unter einer Arbeitsplatzgruppe absorbiert mittlere und hohe Frequenzen auf Bodenhöhe, wo ein Großteil der reflektierten Energie verläuft. Selbst eine moderate Abdeckung sorgt für eine wahrnehmbare Verringerung des Nachhalls.
  • Schreibtisch-Trennwände aus Stoff: Freistehende oder aufsteckbare Stoffpaneele zwischen Arbeitsplätzen reduzieren die direkte Sprachübertragung zwischen Nachbarn ohne bauliche Maßnahmen. Achten Sie auf Paneele mit einem αw-Wert (bewerteter Schallabsorptionsgrad) von 0,7 oder höher.
  • Akustikbilder und Stoff-Pinnwände: Diese dienen sowohl als Dekoration als auch als Absorber. An kahlen Wänden montiert, brechen sie glatte, reflektierende Flächen auf, ohne klinisch zu wirken.
  • Lärmintensive Geräte umstellen: Das Verschieben eines Druckers oder einer Kaffeemaschine in eine Nische oder einen separaten Raum kann den Umgebungspegel Leq an den umliegenden Schreibtischen um mehrere dB(A) senken – ganz ohne Materialkosten.
  • Leise Peripheriegeräte: Mechanische Tastaturen und laute Tischtelefone sind überraschend starke Lärmquellen. Der Umstieg auf geräuscharme Alternativen kostet wenig und reduziert die Lärmspitzen, die die Konzentration stören.
  • Festgelegte Telefonzonen: Eine einfache Regel für den Grundriss – Telefonate finden nur in einem definierten Bereich oder einer Telefonzelle statt – eliminiert die störendste Lärmquelle in Großraumbüros ohne bauliche Maßnahmen.

Verhaltensregeln mit sofortiger Wirkung:

  • Legen Sie eine klare Meeting-Etikette fest: Telefonate, die länger als zwei Minuten dauern, werden in eine Telefonzone oder einen Besprechungsraum verlegt.
  • Etablieren Sie Lautstärkenormen für Gemeinschaftsbereiche und hängen Sie diese gut sichtbar aus.
  • Planen Sie lärmintensive Aufgaben (große Druckaufträge, Team-Calls) in festgelegten Zeitfenstern.

Diese Maßnahmen reichen aus, wenn Ihr A/V-Verhältnis nur leicht unter dem Zielwert liegt und die Nachhallzeit (RT60) nur geringfügig zu lang ist. Wenn Ihr Dauerschallpegel (Leq) jedoch konstant 55 dB(A) übersteigt oder Ihr A/V-Verhältnis deutlich unter 0,25 m⁻¹ liegt, sind schnelle Lösungen nur ein Provisorium, keine dauerhafte Lösung.

Welche technischen Lösungen eignen sich für verschiedene Bürotypen?

Zu den praktischen Lösungen für Büros gehören Akustikdecken, Wandpaneele, mobile Raumtrenner, Akustikvorhänge sowie Telefon- oder Besprechungsboxen, wobei die richtige Wahl von der Raumgeometrie und der vorherrschenden Lärmart abhängt.

Lösungskategorien und ihr Einsatzbereich:

  • Abgehängte Deckenabsorber und Baffeln (Deckensegel): Die wirkungsvollste Einzelmaßnahme für Räume mit harten Decken. Deckenmontierte Paneele unterbrechen den dominierenden Reflexionsweg in den meisten Büros und wirken effektiv im mittleren und hohen Frequenzbereich. Ideal für Großraumbüros mit Deckenhöhen über 2,8 m.
  • Wandabsorber und Akustikbilder: Effektiv zur Reduzierung von Flatterechos und späten Reflexionen. Decken Sie mindestens 20–30 % der Wandfläche ab, um eine spürbare Verringerung der Nachhallzeit (RT60) zu erzielen. Paneele aus PET-Filz sind eine nachhaltige und designorientierte Option, die sich gut in hochwertige Inneneinrichtungen integrieren lässt.
  • Tischaufsätze und freistehende Trennwände: Reduzieren die direkte Sprachübertragung zwischen Arbeitsplätzen. Am effektivsten für die Sprachprivatsphäre, weniger für die Nachhallkontrolle. Wählen Sie Trennwände mit Stoff- oder Schaumstoffoberflächen, kein hartes Plastik.
  • Freistehende Raumtrenner: Nützlich für akustische Zonierung ohne bauliche Maßnahmen, insbesondere in offenen Grundrissen. Stoffbespannte Trennelemente mit schallgedämmtem Kern sorgen sowohl für Absorption als auch für eine teilweise Abschirmung.
  • Akustikvorhänge: Besonders effektiv bei fassadenübertragenem Lärm und großen Glasflächen. Schwere, dichte Vorhänge können den durch Fenster eindringenden Außenlärm deutlich reduzieren.
  • Telefon- und Besprechungsboxen: Das richtige Mittel für Sprachisolierung, nicht für die Nachhallkontrolle. Nutzen Sie diese für vertrauliche Gespräche und konzentriertes Arbeiten, nicht als Ersatz für die akustische Behandlung des Hauptraums.

Absorber reduzieren den Nachhall und senken den allgemeinen Geräuschpegel. Barrieren und Trennwände verringern die direkte Schallübertragung zwischen verschiedenen Zonen. Boxen bieten Isolation. Ein gut durchdachtes Akustikkonzept für Büros nutzt alle drei Ebenen nacheinander: erst absorbieren, dann Barrieren hinzufügen und bei Bedarf isolieren. Wer die Absorptionsschicht überspringt und direkt auf Boxen setzt, lässt den Hauptraum hallig und für alle, die nicht in einer Box sitzen, stressig zurück.

Installationshinweise:

  1. Deckenabsorber benötigen für eine gute Leistung im tieffrequenten Bereich einen Luftspalt von mindestens 200 mm dahinter.
  2. Wandpaneele sollten auf mehrere Wände verteilt und nicht auf einer einzigen Fläche konzentriert werden.
  3. Lassen Sie Lüftungsschlitze um Deckenbaffeln herum frei, um Konflikte mit der HLK-Anlage zu vermeiden.
  4. Fordern Sie von Anbietern immer gemessene αw-Werte oder Absorptionskoeffizienten (pro Oktavband) an, nicht nur einen einzelnen Kennwert.

Profi-Tipp: Sound Masking kann in manchen Großraumbüros helfen, doch Schweizer Experten empfehlen, den Pegel bei etwa 40 dB(A) zu halten und keinesfalls über 45 dB(A) zu gehen. Oberhalb dieser Schwelle trägt das Masking eher zur Lärmbelastung bei, anstatt sie zu verringern. Physische Akustikmaßnahmen liefern nachhaltigere Ergebnisse.

Wie läuft ein typisches Akustikprojekt in Zürich ab?

Eine gut geplante akustische Nachrüstung folgt einer klaren Abfolge. Die Kenntnis der einzelnen Phasen hilft Ihnen dabei, Zeit und Budget realistisch zu planen.

Projektphasen:

  1. Bestandsaufnahme vor Ort: Vor-Ort-Messungen (Leq, RT60, A/V-Berechnung), Lärmquellenkartierung und Dokumentation der vorhandenen Oberflächen.
  2. Konzeptentwurf: Materialauswahl, Produktspezifikation mit αw-Daten, Anordnung von Absorbern und Barrieren sowie eine vorläufige A/V-Berechnung zur Prognose der Konformität.
  3. Akustische Simulation oder Berechnung: Bei größeren Räumen bestätigt eine BIM/CAD-integrierte akustische Simulation das Konzept vor der Beschaffung. Professionelle Dienstleistungen folgen hierbei den Verfahren nach SIA 181 und EN ISO 3382.
  4. Beschaffung und Installation: Koordinierte Lieferung und Montage, in der Regel durch spezialisierte Fachbetriebe für Deckensysteme und Tischlerarbeiten bei integrierten Lösungen.
  5. Überprüfung nach der Installation: Wiederholungsmessungen zur Bestätigung, dass die A/V-, RT60- und Leq-Zielwerte erreicht wurden. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar – nur so lässt sich sicherstellen, dass sich die Investition gelohnt hat.

Zeitplan:

  • Kleine Nachrüstung (Quick-Fix-Kit, bis zu 10 Arbeitsplätze): 2–4 Wochen von der Bestandsaufnahme bis zur Überprüfung.
  • Projekt mit modularen Trennwänden und Wandabsorbern (10–30 Arbeitsplätze): 4–8 Wochen.
  • Umfassende Nachrüstung oder Ausbau mit abgehängten Decken (ab 30 Arbeitsplätzen): 10–20 Wochen, inklusive erforderlicher Planungsgenehmigungen.

Tipps für die Beschaffung:

  • Verlangen Sie immer gemessene Absorptionskoeffizienten pro Oktavband und nicht nur einen einzelnen αw-Wert.
  • Fragen Sie nach Referenzobjekten vor Ort, die Sie vor einer Entscheidung besichtigen können.
  • Vereinbaren Sie eine Messung nach der Installation als vertraglich geschuldete Leistung.
  • Stellen Sie sicher, dass Personen in der A/V-Berechnung der Konformitätsdokumentation nicht berücksichtigt werden.

Welche Fehler machen die meisten Büros bei der akustischen Optimierung?

Der teuerste akustische Fehler ist der Kauf von Produkten, bevor das Problem verstanden wurde. Schweizer Akustikplaner betonen stets, dass ein systematischer Ansatz unerlässlich ist: Identifizieren Sie die dominierende Lärmquelle und planen Sie Absorber und Barrieren entsprechend.

Häufige Fehler und ihre Folgen:

  • Nur dekorative Paneele: Dünne, kleinformatige Paneele, die nur aus optischen Gründen angebracht werden, erzielen selten eine nennenswerte akustische Verbesserung. Die Abdeckungsfläche und die Platzierung sind weitaus wichtiger als die reine Ästhetik.
  • Nur Behandlung hoher Frequenzen: Schaumstoffplatten und dünne Stoffpaneele absorbieren zwar hohe Töne gut, lassen aber Reflexionen im mittleren Frequenzbereich unberührt. Probleme bei der Sprachverständlichkeit liegen meist im Bereich zwischen 500 Hz und 2 kHz.
  • Keine Messung vor und nach der Installation: Ohne Daten zum Ausgangszustand und nach der Installation lässt sich die Einhaltung von Vorgaben nicht belegen und die Investition gegenüber der Geschäftsführung nicht rechtfertigen.
  • Absorber nur an Wänden, obwohl Deckenreflexionen dominieren: In den meisten Büros ist die Decke die primäre Reflexionsfläche. Wer nur die Wände behandelt und die harte Decke unberücksichtigt lässt, erzielt nur geringfügige Ergebnisse.
  • Ignorieren von HLK-Anlagen und Schallübertragungswegen im Gebäude: Ein gut behandelter Raum versagt dennoch, wenn die Lüftungsanlage Lärm aus angrenzenden Räumen überträgt oder die Fassade Straßenlärm durchlässt. Diese Übertragungswege müssen separat bewertet werden.
  • Übermäßiges Vertrauen auf Sound-Masking: Ein zu hoch eingestelltes Maskierungssystem erhöht den Stresspegel, anstatt ihn zu senken. Es ist eine Ergänzung zur baulichen Maßnahme, kein Ersatz.

Profi-Tipp: Beginnen Sie immer mit der Analyse der dominierenden Lärmquellen, nicht mit einem Produktkatalog. Überprüfen Sie das Ergebnis anschließend mit einer Messung. Ein Raum, der sich leiser anfühlt, erfüllt nicht zwangsläufig die Anforderungen – und ein Raum, der auf dem Papier die Normen erfüllt, ist nicht immer komfortabel. Sie brauchen beides.

Wann sollten Sie einen Akustikberater oder Innenarchitekten hinzuziehen?

Manche akustischen Probleme lassen sich problemlos selbst lösen. Andere erfordern professionelle Messungen, Simulationen und Dokumentationen. So erkennen Sie den Unterschied.

Beauftragen Sie einen Profi, wenn:

  • Ihr Büro mehr als sechs feste Arbeitsplätze hat.
  • Schnelle Lösungen haben Ihren Leq- oder RT60-Wert nicht in den Zielbereich gebracht.
  • Sie vermuten, dass Lärm aus angrenzenden Räumen, technischen Anlagen oder über die Fassade eindringt.
  • Das Projekt ist an eine Baugenehmigung, Mietverhandlungen oder ein Compliance-Audit gebunden.
  • Sie benötigen bei Bedarf eine dokumentierte A/V-Berechnung oder einen Messbericht nach ISO 3382-3.

Was Sie von einer professionellen Zusammenarbeit erwarten können:

  1. Ein schriftlicher Messbericht (Leq, RT60, A/V) unter Verwendung kalibrierter Geräte und ISO/SN EN-Methoden.
  2. A/V-Berechnungen oder RT60-Simulationen, die die voraussichtliche Konformität vor der Installation belegen.
  3. Produktempfehlungen mit gemessenen αw-Daten pro Oktavband.
  4. BIM- oder CAD-Dokumentation zur Integration in den gesamten Innenausbau.
  5. Verifizierungsmessungen nach der Installation zur Bestätigung der Konformität.

Akustikbüros in der Schweiz wie BAKUS bieten das volle Spektrum: Konformitätsprüfungen nach SIA 181, raumakustische Simulationen sowie RT- und Schalldämmungsmessungen vor Ort.

Was in Ihre Angebotsanfrage (RFQ) gehört:

  • Erfahrung mit SIA 181 und SN EN ISO 3382-3 (fragen Sie nach Beispielberichten).
  • Namentliche Referenzen von vergleichbaren Büroprojekten in der Schweiz.
  • Bestätigung des Leistungsumfangs: Audit, Konzept, Simulation, Bauüberwachung und Nachmessung.
  • Liste der Lieferobjekte: Messberichte, A/V-Berechnung, Produktspezifikationen mit αw-Daten und Konformitätserklärung.

Die Perspektive von Upscale Interiors auf akustisches Design

Der häufigste Fehler, den wir in Zürcher Büros sehen, ist nicht die falsche Produktwahl. Es ist die Behandlung der Akustik als technisches Problem, das getrennt vom Design gelöst werden muss. Wenn akustische Maßnahmen erst nach dem Innenausbau nachträglich angebracht werden, enden Sie mit Schaumstoffplatten, die sich mit dem Interieur beißen, Deckenbaffeln, die mit dem Lichtkonzept kollidieren, und Trennwänden, die Sichtachsen blockieren, die niemand blockiert haben wollte.

Der bessere Ansatz ist es, die akustische Leistung von Anfang an in das Material- und Raumkonzept zu integrieren. Wenn Sie eine Deckenoberfläche festlegen, legen Sie gleichzeitig die Nachhallzeit fest. Wenn Sie einen Bodenbelag wählen, wählen Sie einen Absorptionskoeffizienten. Wenn Sie ein Zonenlayout planen, entwerfen Sie einen Schallausbreitungspfad. Jede Materialentscheidung ist eine akustische Entscheidung, ob Sie sie nun als solche behandeln oder nicht.

Wenn man das Thema gezielt angeht, verstärken sich akustisches und ästhetisches Ergebnis gegenseitig. Akustiksegel werden zum Designelement. Wandpaneele aus PET-Filz in einem warmen Terrakotta-Ton absorbieren mittlere Frequenzen und setzen einen farblichen Akzent. Ein stoffbespannter Raumteiler schafft eine Ruhezone und definiert die räumliche Struktur. Der Raum wirkt durchdacht, nicht nachträglich korrigiert.

Die Messung ist dabei ebenso entscheidend. Ein schöner Raum, der die A/V-Vorgaben nicht erfüllt, bleibt ein Compliance-Risiko. Ein normgerechter Raum, der sich jedoch hart und klinisch anfühlt, gefährdet die Mitarbeiterbindung. Das Ziel ist beides: verifiziert, dokumentiert und reproduzierbar.

Akustikdesign-Services von Upscale Interiors für Büros in Zürich

Upscale Interiors liefert messbare akustische Ergebnisse, ohne die Qualität Ihres Arbeitsumfelds zu beeinträchtigen. Für Zürcher Büros deckt unser Service den gesamten Projektverlauf ab: akustische Vor-Ort-Analyse, materialorientiertes Designkonzept, koordinierte Beschaffung und Montage sowie abschließende Verifizierungsmessungen. Jedes Produkt wird mit gemessenen αw-Werten spezifiziert, jedes Layout auf die Schweizer A/V-Vorgaben abgestimmt und jedes Projekt mit einem dokumentierten Compliance-Check abgeschlossen.

Der Unterschied zu einem reinen Akustikbauer besteht darin, dass wir das akustische Konzept und das Interior Design als Einheit betrachten. Ihre Deckenpaneele, Wandabsorber und Raumteiler werden sowohl nach ihrer Leistungsfähigkeit als auch nach ihrer optischen Wirkung in Ihrem Raum ausgewählt – bezogen aus einem Netzwerk von über 150 europäischen Herstellern.

Bereit, Ihr Zürcher Büro in einen Ort zu verwandeln, an dem Ihr Team wirklich konzentriert arbeiten kann? Entdecken Sie die Interior-Design-Services von Upscale Interiors oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin , um Ihr Akustikprojekt direkt zu besprechen.

Quellen

Dies sind die wichtigsten Referenzen für die Einhaltung der Schweizer Büroakustik-Richtlinien und deren praktische Umsetzung:

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July 19, 2020
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