Bilder aufhängen: Grundregeln
Ruhige, einfarbige Hintergründe sind am besten geeignet. Wenn Sie Ihre Bilder auf einer gemusterten Tapete oder einem stark strukturierten Untergrund aufhängen möchten, empfiehlt es sich, die Bilder mit Passepartouts zu kombinieren, damit sie sich besser von der Wand abheben.
Wenn die Bilder farblich auf Möbel und Wohnaccessoires wie Teppiche und Vorhänge abgestimmt sind, wirkt das gesamte Arrangement im Handumdrehen harmonischer – es entsteht ein roter Faden, der sich durch den ganzen Raum zieht.
Wenn eine Gruppe von Bildern Ihre Wände schmücken soll, achten Sie auf den richtigen Abstand zwischen den Rahmen. Eine Bilderwand wirkt besonders harmonisch, wenn der Abstand zwischen den Bildern in Höhe und/oder Breite gleich ist. Als Faustregel können Sie von 5 bis 15 cm ausgehen.
Bei in Gruppen angeordneten Rahmen sollte zudem mindestens eine gerade Linie eingehalten werden. Diese kann entweder horizontal oder vertikal verlaufen. Das sorgt für ein stimmiges und harmonisches Gesamtbild.
Um den richtigen Platz für jedes Bild zu finden, probieren Sie einfach aus, welche Anordnung Ihnen am besten gefällt. Schneiden Sie dazu Zeitungspapier in den entsprechenden Formaten aus und legen Sie die einzelnen Stücke so auf dem Boden aus, wie sie später als Bilder an der Wand hängen würden. Noch anschaulicher wird es, wenn Sie die Umrisse der verschiedenen Bildformate mit Malerkrepp an die Wand kleben. So können Sie genau visualisieren, wie die Anordnung wirken wird.
Alternativ können Sie ein Foto Ihrer Wand machen und die Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm so einfügen, wie Sie sie letztendlich anordnen möchten. So lassen sich einzelne Rahmen ganz einfach hin- und herschieben.
Bilder richtig aufhängen: Nagel & Bohrer
Um Bilder korrekt und vor allem sicher an der Wand zu befestigen, benötigen Sie natürlich das richtige Werkzeug. Wählen Sie je nach Wandbeschaffenheit, Bildgröße und Gewicht Nägel oder Schrauben sowie Hammer oder Bohrmaschine.
Grundsätzlich können Sie für die Befestigung an fast jeder Wand kurze Stahlnägel von 4 bis 5 cm wählen. Je größer und schwerer das Bild, desto größer sollten die Nägel sein. Für sehr schwere Wandbilder mit einem Gewicht von mehr als 10 kg verwenden Sie am besten Dübel.
Zudem spielt die Wandbeschaffenheit eine Rolle bei der Wahl der Aufhängung: Bei eher porösen Wänden sollten Sie für einen sicheren Halt eher Schrauben statt Nägel verwenden.
Bevor Sie bohren oder hämmern, müssen Sie unbedingt prüfen, ob unter der Wand Wasser- oder Stromleitungen verlaufen. Um dies sicher auszuschließen, können Sie ein Ortungsgerät verwenden. Mit einem solchen Gerät lassen sich Gas-, Wasser- und Stromleitungen zuverlässig aufspüren.
Übrigens: Vor der Montage der Bilder empfiehlt es sich, die Wand genauer unter die Lupe zu nehmen. Für weiche Sandstein- oder Ziegelwände reicht beispielsweise ein Schlag- oder Akkubohrer, während Sie bei harten Betonwänden besser zu einem Bohrhammer greifen sollten.

Wo hänge ich meine Bilder am besten auf? Tipps für Einzelbilder
Damit Ihr Wandbild optimal zur Geltung kommt, sollte es so platziert werden, dass es genügend Raum zum Wirken hat, ohne an einer großen Wand verloren zu wirken.
Ideal ist eine räumlich begrenzte Wandfläche, wie etwa zwischen zwei Fenstern oder über einem Sofa, Sideboard oder Bett. Ein einzelnes Bild kommt dann am besten zur Geltung, wenn die Proportionen von Bild und Möbelstück gut aufeinander abgestimmt sind. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihr Sideboard richtig dekorieren.
Zudem sollten sich in der unmittelbaren Umgebung keine weiteren Bilder befinden, die mit dem Hauptmotiv konkurrieren könnten.
Darüber hinaus sollten Bildmotiv und Rahmen zum Hintergrund passen. Das bedeutet, sie sollten sich farblich abheben und idealerweise einen maximalen Kontrast zur Wandfarbe bilden. So kommt das Bild am besten zur Geltung und zieht die Blicke der Betrachter auf sich.


Bilder aufhängen: die richtige Höhe
Als Faustregel gilt: Wandbilder wirken am besten auf Augenhöhe. Dementsprechend sollte sich die Bildmitte etwa 140 bis 150 cm über dem Boden befinden. Die optimale Höhe hängt jedoch auch vom Raum ab bzw. davon, von wo aus das Bild hauptsächlich betrachtet wird. So können Bilder im Flur etwas höher hängen, während sie im Wohn- oder Esszimmer durchaus tiefer platziert werden dürfen, da man sie dort meist im Sitzen auf dem Sofa oder am Esstisch betrachtet.
Übrigens ist es eine hervorragende Möglichkeit, ein Bild über einem Möbelstück aufzuhängen, um dieses stärker zu betonen und den Raum insgesamt lebendiger und abwechslungsreicher zu gestalten. Dabei sollte der Abstand weder zu groß noch zu klein gewählt werden. Ein Wandbild über dem Sofa hat idealerweise einen Abstand von etwa 30 cm zur Sofakante, damit das Möbelstück optisch nicht erdrückt wird.
Wenn Sie mehrere Bilder über dem Sofa aufhängen möchten, orientiert sich die Höhe der Bildgruppe an der Höhe des größten oder des zentralen Bildes.
Tipp: Grundsätzlich wirken Wandbilder in einem Raum sehr harmonisch und stimmig, wenn sie sich an den Kanten des Raumes – also an Türen, Fenstern und Möbeln – orientieren.


Tipps, mit denen Sie die richtige Höhe für Ihr Bild an der Wand markieren können
1. Legen Sie den Bilderrahmen auf eine alte Zeitungsseite.
2. Zeichnen Sie die Umrisse auf dem Zeitungspapier nach.
3. Schneiden Sie die Schablone aus.
4. Drehen Sie den Rahmen um, sodass die Aufhängungen nach oben zeigen.
5. Legen Sie das Zeitungspapier darauf.
6. Stechen Sie mit einem Bleistift ein Loch in das Zeitungspapier an der Stelle, an der Sie die Aufhängungen unter dem Papier spüren.
7. Kleben Sie Ihre Papierschablone mit Klebeband an die Wand.
8. Überprüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob die Schablone gerade hängt.
9. Zeichnen Sie die Bohr- oder Nagellöcher mithilfe der Schablone mit einem Bleistift an die Wand.
10. Bilder aufhängen ohne Bohren & ohne Nagel mit Seilsystem
Bilder, die scheinbar schwerelos an der Wand schweben, wirken besonders elegant. Das Geheimnis sind transparente Nylonschnüre, an denen die Bilder mithilfe von Haken an einer Galerieschiene befestigt werden. Die Schiene selbst wird an der Wandkante zur Decke hin montiert – hierfür ist also ein Bohren erforderlich. Der sichtbare Teil der Wand bleibt jedoch völlig unversehrt und die Bohrlöcher für die Galerieschiene verschwinden dahinter.
Der Vorteil der eleganten Bildaufhängung mit Seil: Sie können Ihre Bilder nach Belieben verschieben oder ohne großen Aufwand gegen andere austauschen. So verleihen Sie Ihrer Wand immer wieder einen frischen Look.
Tipp: Es gibt auch Galerieschienen, bei denen Sie ganz ohne Bohren auskommen. Diese flexiblen Aufhängesysteme lassen sich einfach an die Wand kleben und sind ideal, wenn Sie leichte Bilder aufhängen möchten – zum Beispiel mit Kunststoffrahmen.
Bilder aufhängen ohne Bohren & ohne Nagel mit Seilsystem
Besonders elegant wirken Bilder, die scheinbar schwerelos an der Wand schweben. Das Geheimnis sind transparente Nylonschnüre, an denen die Bilder mithilfe von Haken an einer Galerieschiene befestigt werden. Die Schiene selbst wird an der Wandkante zur Decke hin montiert – hierfür muss also gebohrt werden. Der sichtbare Teil der Wand bleibt jedoch völlig unversehrt und die Bohrlöcher für die Galerieschiene verschwinden dahinter.
Der Vorteil der eleganten Bildaufhängung mit Seil: Sie können Ihre Bilder nach Belieben verschieben oder ohne großen Aufwand gegen andere austauschen. So verleihen Sie Ihrer Wand immer wieder einen frischen Look.
Tipp: Es gibt auch Galerieschienen, bei denen Sie ganz ohne Bohren auskommen. Diese flexiblen Aufhängesysteme lassen sich einfach an die Wand kleben und sind ideal, wenn Sie leichte Bilder aufhängen möchten – zum Beispiel mit Kunststoffrahmen.


Mehrere Bilder richtig aufhängen: die verschiedenen Aufhängesysteme.
Besonders lange, weiße Wände wirken lebendiger, wenn sie mit mehreren Bildern gleichzeitig dekoriert werden. Bildergalerien sind eine großartige Möglichkeit, Ihren Räumen mehr Leben und Persönlichkeit zu verleihen.
Hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten der Anordnung – klar und strukturiert oder etwas abwechslungsreicher, aber dennoch übersichtlich. Je nach Einrichtung und Architektur des Raumes sowie Ihrem persönlichen Wohnstil bieten sich unterschiedliche Aufhängungen an.
Bilder aufhängen: In einer unteren oder oberen Linie
Für einen aufgeräumten Look werden die Bilder an einer geraden Linie ausgerichtet und nebeneinander platziert. Sie können entscheiden, ob Sie jedes Bild an der Ober- oder Unterkante des Rahmens ausrichten, sodass die Bilder oben oder unten bündig abschließen.


Bilder aufhängen: Mittellinie
Bei der Aufhängung an der Mittellinie werden die Bilder oberhalb und unterhalb einer gedachten Referenzlinie an der Wand angebracht.
Alternativ können Sie die Bilder auch mittig auf der Referenzlinie selbst aufhängen, um einen einheitlichen Blickpunkt zu schaffen.
Alle drei Aufhängungsarten – an der Unter-, Ober- oder Mittellinie – sorgen für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild und sind ideale Bildanordnungen für minimalistische Interieurs.


Bilder aufhängen: Petersburger Hängung oder Kreuzhängung
Die Petersburger Hängung erfordert etwas mehr Planung, da die Position der verschiedenen Bilder aufeinander abgestimmt werden muss, damit das gesamte Arrangement am Ende harmonisch und ausgewogen wirkt.
Die Hängung wird auch als Kreuzhängung bezeichnet, da es hilfreich ist, die Bilder an einem imaginären Kreuz auszurichten. Am besten gehen Sie so vor, dass Sie die Rahmen um das größte oder wichtigste Werk herum anordnen.


Bilder aufhängen: Reihen- oder Rasterhängung
Ob eine oder mehrere Bilderreihen: Die Hängung in Reihen schafft Struktur an Ihren Wänden und ist ideal, wenn Sie einen aufgeräumten Look bevorzugen. Bilder in einer Rasterhängung wirken besonders harmonisch, wenn der Abstand zwischen den einzelnen Rahmen exakt gleich ist – 5 cm sind hier ideal.
Zudem empfiehlt es sich, für alle Bilder einheitliche Rahmen zu wählen – das unterstützt den homogenen Look zusätzlich. Wenn Sie jedoch einen kreativen Akzent setzen möchten, können Sie einen farbigen Rahmen wählen, der hervorsticht.
Wenn Sie hingegen einen schlichten Schwarz-Weiß-Look bevorzugen, können Sie die Bildergalerie mit einem einzelnen Rahmen in Schwarz oder Weiß auflockern, der jedoch breiter als die anderen und vielleicht anders gestaltet ist.
Darüber hinaus ist es empfehlenswert, für die Rasterhängung Motive zu wählen, die farblich oder thematisch gut zusammenpassen. Je mehr Bilderreihen die Galerie bilden, desto wichtiger ist ein homogener Gesamteindruck.
Tipp: Sie können Bilder unterschiedlicher Größe mit Passepartouts kombinieren, um sie auf das richtige Format zu bringen.


Bilder aufhängen: Rahmenhängung
Bei der Rahmenhängung werden die Bilder in einem imaginären Rahmen platziert. Dieser kann sehr unterschiedliche Formen annehmen, von rechteckig über quadratisch bis hin zu oval und rund.
Der Vorteil dieser Hängung ist, dass die imaginäre Rahmenform auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, den einzelnen Bildern aber dennoch einen Rahmen gibt und sie zusammengehörig wirken lässt. So wirkt die Wand lebendig und strukturiert zugleich.
Tipp: Wenn Sie Ihre Bilder in Rahmen hängen möchten, legen Sie diese unbedingt vorher auf dem Boden aus oder kleben Sie die Umrisse der Bilderrahmen mit Malerkrepp an die Wand und achten Sie darauf, dass die Abstände gleichmäßig sind und weder zu groß noch zu klein ausfallen.


Die Innenarchitektur der Räumlichkeiten der St. Galler Kantonalbank ist an die unterschiedlichen Bedürfnisse des jeweiligen Standorts angepasst. Die Besprechungsräume der Bankfilialen in Frankfurt und Stuttgart sind beispielsweise minimalistisch und modern gestaltet, während die Münchner Filiale in einer Jugendstilvilla untergebracht und entsprechend gediegen ist.



